Alpha-Quadra

Alpha, das erste Quadra, beinhaltet ILE, SEI, ESE und LII

Alpha ist ein Quadra von neugierigen, offenen und umsichtigen Menschen. Das Altersgefühl dieses Quadras entspricht dem eines Kindes, daher werden sie von Mitgliedern der anderen Quadras gelegentlich als unseriös wahrgenommen. Häufig entstehen in diesem Quadra Ideen, die die Lebenszeit ihrer Entdecker bei weitem überschreiten und das Leben der gesamten Gesellschaft beeinflussen.

Beschreibung von Viktor Gulenko

Alpha ist ein Ökosystem von vier Soziotypen, die sich aus Familien- und Forschungswerten zusammensetzen. Sie spielen eine harmonisierende Rolle im Sozion. Sie zeichnen sich durch eine schwache Organisation und geringe Wettbewerbsfähigkeit aus, sind aber gleichzeitig voller Komfort und Freundlichkeit. Diese Werte sind in der ersten Phase der Entwicklung eines Kommunikationssystems, der frühen Phase des Lebens, vorhanden. Es hat den größten Komfort und das größte kognitive Potenzial; Ihr Auftrag in der Gesellschaft ist die Einführung und Verbreitung von grundlegend neuem Wissen.

Alpha-Typen orientieren sich an ihren Nächsten und Liebsten, ihrer kleinen Gruppe; Mit anderen Worten, sie zeichnen sich durch leichten Individualismus aus. Einerseits manifestiert er sich in der Art eines kindischen Egozentrismus – der Unfähigkeit, die Situation aus der Sicht eines anderen, eines Fremden, zu betrachten. Andererseits lässt die starke Abhängigkeit dieses Quadras von seiner nächsten Umgebung nicht zu, dass Alpha-Typen zu Antikollektivisten werden.
In einer Gesellschaft, in der Wettbewerb und Hass typisch werden, bleibt die Familie die einzige Quelle von Freundlichkeit und Liebe, von gegenseitigem Respekt. Die familiärsten Typen im Sozion sind SEI und ESE. Die Typen, die innerhalb der Familie die individuelle Betreuung am dringendsten benötigen, sind LII und ILE.
Das Wissen der Alpha-Quadra-Wissenschaftler nimmt die reinsten und harmlosesten Formen an, die hauptsächlich auf einfacher Neugier beruhen. Es wird nie zu einem Dogma oder einer mächtigen Doktrin, die fanatische Anhänger für sich rekrutiert, wie es im Beta-Quadra geschieht, und wird nicht durch materielle Interessen oder direkte Geldgewinne (angewandte Wissenschaft) wie im Gamma-Quadra in die Produktion gebracht.
Für Alpha-Kenntnisse werden keine Spezialwerkzeuge und teuren Forschungslabors benötigt. Dieses Quadra erforscht die Grundgesetze, die im Verlauf einer normalen Lebensaktivität mit der zu untersuchenden Materie aufkommen. Daher haben die Gesetze, die es öffnet, nicht den Charakter starrer Abhängigkeiten. Dies sind nur empirische Verallgemeinerungen häufig wiederkehrender Ereignisse. Ohne eine solche Denkweise wäre eine ausgereifte Fachwissenschaft jedoch nicht möglich.
In jedem Quadra gibt es nicht nur ein Potenzial für Vorwärtsbewegung, sondern auch einen selbstzerstörerischen Mechanismus. Das Alpha-Quadra wird letztendlich durch seine Neugier ruiniert. Durch ihre Offenheit und ihr Vertrauen in neue Informationen fliegen sie wie Motten dem Feuer entgegen und sterben. Das Durchdringen perfekter Werkzeuge oder Techniken, die die Arbeitsproduktivität dramatisch steigern, weckt den Instinkt von Macht und Besitz, und von hier aus ist es nur ein Schritt zur Klassenschichtung und zum Entstehen regulärer Macht, das heißt zum Weg des Beta-Quadras.
Menschen, die durch Alpha-Werte vereint sind, nähern sich dem Modell harmonischer Individuen, das heißt, sie arbeiten hart genug, um jedem das Nötigste für sich und ihre Nachkommen zu liefern, sind jedoch nicht hoch entwickelt und wettbewerbsfähig genug, um ein Überschussprodukt zu schaffen, das für die Expansion notwendig ist.

Wikiocion-Beschreibung

Dominante Elemente

Die dominanten IM-Elemente im Alpha-Quadra sind:

Ne – Möglichkeitsintuition
Si – Empfindungssensorik
Fe – Emotionsethik
Ti – Strukturlogik

Alle Soziotypen im Alpha-Quadra haben diese Elemente in ihrem Ich- oder Über-Es-Block.

Ne geblockt mit Ti:

– Alphas neigen dazu, sehr theoretische Konzepte als Quelle der intellektuellen Stimulation und des Vergnügens zu diskutieren. Der praktische Nutzen dieser Theorien ist dabei nicht so wichtig.
– Alphas tendieren dazu, logisch konsistente Überzeugungen, Ideen und Handlungen, die im Einklang mit ihren persönlichen Werten stehen, wertzuschätzen.
– Alphas verfolgen ihre Ideen üblicherweise in Form von Gruppenaktivitäten.

Fe geblockt mit Si:

– Alphas mögen es, an Gruppen teilzunehmen, in denen positive emotionale Äußerungen in einer für die Sinne angenehmen Atmosphäre ausgetauscht werden.
– Alphas haben die Neigung, Geschichten im Detail und in sequenzieller Reihenfolge zu erzählen, ohne schnell „auf den Punkt“ zu kommen.
– Alphas neigen dazu, Gefühle für andere Menschen in Form von kleinen praktischen Hilfen oder Geschenken zu zeigen.
– Alphas tendieren dazu, sich in der positiven Atmosphäre eines besonderen Anlasses voller Energie zu fühlen (Feiertage, Partys, besondere Feste und Feierlichkeiten).

Ruhende Elemente

Die ruhenden IM-Elemente im Alpha-Quadra sind Se, Ni, Te, Fi. Diese Elemente reflektieren Aspekte der Realität, die Alphas lieber für sich behalten und nicht offen diskutieren.

Se geblockt mit Fi:

– Alphas bevorzugen es, die Diskussion von kontroversen oder unangenehmen Themen hinsichtlich persönlicher Beziehungen in Gruppen zu vermeiden, besonders wenn diese Diskussionen zu Konflikten führen können.
– Alphas neigen dazu, kleinere vergangene Fehler und Missetaten anderer Menschen zu tolerieren. Die Priorität liegt in diesem Quadra bei der Versöhnung und dem Aufbau einer geselligen Atmosphäre.

Ni geblockt mit Te:

– Alphas neigen eher nicht dazu, Investitionen zu tätigen, die langfristige Verpflichtungen und Instandhaltungen erfordern. Sie bevorzugen kurzzeitige Investitionen, die ein verlässliches Ergebnis mit minimaler Beteiligung bieten.
– Alphas vermeiden es, direkte Lebensratschläge anzunehmen. Sie bevorzugen es, die Dinge selbst zu erfahren und für sich selbst zu lernen. Sie nehmen Menschen, die solche Ratschläge geben, als pedantisch wahr.

Gruppenverhalten

Alpha hat die Neigung zu einer komfortablen und angenehmen Gruppenatmosphäre, in der emotionale, sensorische und intellektuelle Aspekte geschätzt werden. Eine ideale Gruppensituation für Alpha ist der Austausch von unbeschwerten Witzen und die Diskussion von einfallsreichen Ideen, Filmen oder manchmal auch Sportarten, während dabei angenehme Speisen und Getränke genossen werden. Persönliche Erfahrungen werden in der Regel auf scherzhafte Weise erzählt: lustige persönliche Erfahrungen werden gegenüber ernsthaften bevorzugt. Der Austausch von nüchternen konkreten Details wird vermieden. Wenn die Gruppe ein Spiel zusammen spielt, sind der Spaß und die Witze, die dadurch einhergehen, mindestens genauso wichtig wie das Spiel selbst. Sie vermeiden es, „heftige“ Momente zu erzeugen. Alle dramatische Ausdrücke sind zeitlich befristet, meistens werden sie zum Zweck eines Witzes erzeugt. Alphas neigen von allen Quadras am ehesten dazu, sich in Gruppen zu beteiligen, die bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich nehmen.

Alphas Diskussionen tendieren dazu, vom Thema abzukommen und in eine Richtung zu gehen, die in einem bestimmten Augenblick am interessantesten oder lustigsten ist. Häufig wird über ungewöhnliche und persönliche Beobachtungen gesprochen. Dabei werden Besonderheiten und Widersprüche des alltäglichen Lebens analysiert. Wenn viele Mitglieder der Gruppe die gleichen Beobachtungen gemacht haben, neigen Alphas dazu, ihre Zustimmung emphatisch auszudrücken, um eine „geistige“ Harmonie zu erschaffen, welche die Gruppendynamik verbessert. Wenn man einem neuen Problem begegnet, wird es auf viele Möglichkeiten erweitert und entwickelt, bis eine zufrieden stellende Lösung erreicht wurde.

Alphas machen keinen Unterschied zwischen „Eingeweihten“ und „Außenseitern“. Sie ziehen leicht neue Menschen in eine Konversation hinein. Allerdings ziehen sie sich genau so schnell zurück, wenn die Person dafür nicht empfänglich ist. Sie bevorzugen das gleiche Verhalten auf der Arbeit, sowie in der Freizeit. Formelle Reden und Kleiderordnungen werden als hochtrabend, unnötig limitierend und sogar lächerlich wahrgenommen. Alphas mögen die Idee nicht, dass etwas „hinter den Kulissen“ vorgeht. Sie bevorzugen es, Dinge (und vor allem persönliche Motivationen) so offen und aufrichtig wie möglich zu halten.

Romantischer Stil

Romantische Beziehungen entwickeln sich in der Regel durch die gemeinsame Teilnahme an Aktivitäten und Interessen zur Unterhaltung in einer Zwei-Personen-Version des oben beschriebenen Gruppenverhaltens. Die Priorität liegt darin, den Partner glücklich im Sinne einer guten Stimmung zu halten, sowie ihn auf tägliche Weise zu amüsieren. Direkte Anschuldigungen oder unnötig harsche Kritik wird vermieden. Beziehungen werden als Quelle des tagtäglichen Spaßes und der Freude gesehen. Ein Fokus liegt darauf, sich an Jahreszahlen mit besonderer Bedeutung zu erinnern und sie zu feiern. Verspielte Interaktionen basieren auf leichte Sticheleien. Zudem liegt ein großer Fokus darauf, den Partner zum Lachen zu bringen. Intime Atmosphären werden durch das Aufbauen einer komfortablen, begrüßenden und gemütlichen Atmosphäre erzeugt.

Wie die anderen Quadras wahrgenommen werden:

Beta

Alphas betrachten Beta-Typen als „cool“ und unterhaltsam, aber auch als herrisch, ungehobelt und grob. Alphas geben in sozialen Situation die Führung haufig an Beta ab, da diese im Allgemeinen eine „Ausstrahlung“ der Kontrolle über solche Situationen aufbieten. Wenn positive Emotionen zwischen Mitgliedern dieser beiden Quadras ausgetauscht werden, kommen sie ziemlich gut miteinander klar. Allerdings werden Betas negative Emotionen von Alphas häufig als ermüdend wahrgenommen. Alphas versuchen oft, Betas Stimmungen durch leichtes Scherzen zu erhöhen, oder sich sanft über sie lustig zu machen.

Gamma

Alphas tendieren dazu, Gammas mit Vorsicht zu betrachten. Sie nehmen Gammas als unfreundlich, emotional kalt oder sogar feindselig wahr, besonders in Arbeitssituationen. Zudem sehen sie in Gammas die Neigung, Menschen zu bevorzugen, die sie besser kennen oder zu denen Sie sich hingezogen fühlen (sei es aus sexuellem Interesse oder aus Machtgründen). Alphas mögen die harte Sprache der Gammas nicht. Zudem werden Gammas als phantasielos, unnachgiebig, rachsüchtig und sogar unaufrichtig wahrgenommen.

Delta

Alphas neigen dazu, Delta-Typen als freundlich und kreativ, sowie als pragmatisch und ernsthaft zu betrachten. Wenn Deltas Ratschläge an Alphas geben, werden diese zwar als gut gemeint, aber zu vereinfacht und direkt wahrgenommen. Alphas respektieren oft Deltas Prinzipien, Meinungen und mitfühlende Einstellungen, jedoch werden sie im besten Falle als bewundernswert und im schlimmsten Falle als zu fordernd wahrgenommen.