Die Emotionsethik, Fe

Symbol: Fe

– die Fähigkeit, Emotionen und Stimmungen zu entwickeln. Beurteilung der Stimmungen und Haltungen anhand der Dynamik der Umgebung und der Handlungen und Entscheidungen anderer. Wahrnehmung der „emotionalen Atmosphäre“. Eine Beeinflussung des emotionalen und sozialen Raums durch eine ausdrucksstarke Kombination von Worten und Gesten.

Beschreibung aus „Die duale Natur des Menschen“ von Aušra Augustinavičiūtė

Das Individuum erkennt Informationen über Prozesse, die in Objekten stattfinden – vor allem emotionale Prozesse, die in Menschen stattfinden, ihre Erregung oder Zurückhaltung und ihre Stimmungen. Dieses Wahrnehmungs-Element gibt dem Individuum die Fähigkeit, zu wissen, was Menschen erregt und was sie unterdrückt. Dieses Element bestimmt die Fähigkeit oder Unfähigkeit einer Person, seinen emotionalen Zustand und den emotionalen Zustand anderer Personen zu kontrollieren.

Wenn dieses Element in der führenden Position ist, hat das Individuum die angeborene Fähigkeit, seine Stimmungen an andere Menschen zu übertragen und Menschen mit seinen Emotionen „Energie“ zu liefern. Er oder sie ist in der Lage, das psychologische/geistige Leben anderer Menschen und ihre emotionale Bereitschaft für Handlungen zu aktivieren. Man könnte sagen, dass solch ein Individuum die Fähigkeit hat, andere Menschen mit seinen Stimmungen zu infizieren und ihnen emotionale Zustände aufzwingen kann, die das Individuum als vorteilhaft für seine Aktivitäten ansieht.

Was Menschen normalerweise als Emotionen oder Darstellung von Emotionen durch eine Person bezeichnen, ist nicht mehr und nicht weniger als eine Form, wie man eine innere Erregung direkt ausdrückt, fast ohne sie in Muskelaktivität auszugeben. Ein fröhlicher Mensch, der lacht, entlässt eine emotionale Ladung und innere Erregung durch bestimmte Bewegungen der Gesichts- und Körpermuskeln. Dies kann ein Mittel sein, um übermäßige Aufregung zu reduzieren. Es kann aber auch eine bewusste Methode sein, um die eigene Aufregung/Erregung auf andere Menschen zu übertragen – indem man die eigene innere Aufregung/Erregung in der Psyche anderer Menschen auslöst. Wut ist zum Beispiel auch auch eine Möglichkeit, um die innere Aufregung zu reduzieren. Wut ist allerdings in der Regel nicht darauf gerichtet, die Emotionen anderer Menschen zu erregen, sondern sie emotional zu unterdrücken und zu erschöpfen, ihren Aktivitätsgrad zu reduzieren, oder ihre Aktivität auf strikte Weise zu leiten.

Wikisocion-Beschreibung

Fe ist allgemein mit der Fähigkeit verbunden, Leidenschaften, Stimmungen und emotionale Zustände zu erkennen und sie an andere zu übermitteln. Das Individuum kann Aufregung, Lebendigkeit und Gefühle erzeugen, sich emotional an Aktivitäten beteiligen und andere ebenfalls emotional involvieren. Er oder sie erkennt emotionale Interaktionen zwischen Menschen und Gruppen und kann diese beschreiben. Außerdem kann dieses Individuum ein Gefühl der Gemeinschaft und eine emotionale Einheit aufbauen.

Soziotypen, die Wert auf Fe legen, mögen es, eine sichtbare Atmosphäre der Kameradschaft mit anderen Menschen zu erschaffen. Sie genießen eine lockere Atmosphäre, in der alles erlaubt ist, in der Menschen nicht zu sehr auf ihre Worte achten müssen (aus Angst, andere zu beleidigen). Dies bedeutet, dass diese Soziotypen versuchen, nicht zu dünnhäutig zu sein. Diese Soziotypen sind sich allerdings der Tatsache bewusst, dass die Art und Weise, wie etwas gesagt wird, einen großen Einfluss darauf hat, wie etwas aufgenommen wird. Daher benutzen diese Soziotypen Verschönerungen oder Übertreibungen, um Menschen bei Laune zu halten. Die beste Art, etwas zu sagen, hängt stark von der Situation und dem impliziten Zweck des Austausches ab, daher ist Leichtigkeit in manchen Situationen nicht angemessen.

Selbst nach explosiven Streitereien fällt es diesen Soziotypen schwer, einen Groll gegenüber anderen zu hegen. Sie können Menschen tolerieren, die sie im Prinzip nicht mögen, so lange die Situation hauptsächlich sozial ist und keinen zu engen Kontakt erfordert. Sie bevorzugen es, wenn Bedenken offen zur Schau gestellt werden. Jemanden mit Schweigen zu bestrafen, ist für diese Soziotypen einer der schlimmsten Dinge, die man einer Person antun kann. Aus ihrer Perspektive verschlimmert es nur das zugrunde liegende Problem.

Funktionszustand Fe, von Viktor Gulenko

In einem Zustand emotionaler Erregung verliert ein Mensch die objektive Genauigkeit seiner Urteile und taucht in das stürmische Element subjektiver Vorlieben und Gefühle ein. Sein Bewusstsein nimmt sehr partielle Einschätzungen vor, die nur Ausdruck des Wertes eines Objekts oder einer Person für ihn selbst sind. In diesem Fall nimmt der Denkprozess die Form von Sprache an, die schnell und reich an Intonationen ist. Denken geschieht als Dialog mit realen oder fiktiven Gesprächspartnern.
Eine Person im Zustand Fe beansprucht die soziale Rolle eines emotionalen Teilnehmers. In einem Team achtet er auf die Stimmung der Menschen und beeinflusst aktiv diejenigen, die vom allgemeinen Gefühlsniveau der Gruppe abweichen. Die Aufgabe eines emotionalen Teilnehmers besteht je nach Situation darin, die Stimmung aller zu heben, aufzumuntern oder zu inspirieren oder negative Emotionen hervorzurufen, unangenehm zu beleidigen oder aufzuregen. Nachdem ein Mensch im Fe-Zustand die Aufgabe des emotionalen Engagements erfüllt hat, wechselt er zur externen Kommunikation, bindet Verbindungen zu anderen Kollektiven und bewertet deren Zustand. Diese Seite der informellen Rolle der Person im Zustand Fe wird als Ressourcenerkundung bezeichnet.
Psychologisch ausgedrückt ist der Zustand Fe das starke Verlangen einer Person nach Leidenschaft. Er kann in Form von stürmischer Freude oder untröstlicher Trauer ausströmen. Im Zustand Fe fühlst du die Emotionen anderer Menschen, als ob sie deine eigenen wären. Dies ist die Essenz des Einfühlungsprozesses, der für einen praktizierenden Psychologen so notwendig ist. Der Zustand von Fe ist rational. Er wird von der Person erkannt, ist aber sehr schwer zu handhaben. Leidenschaft, ob Freude oder Trauer, ist immer einseitig: Sie konzentriert alle psychischen Ressourcen eines Menschen auf ein Objekt und beraubt ihn der Wahlmöglichkeit. Die körperlichen Anzeichen einer Person, die in den Zustand von Fe eingetaucht ist, sind gut erkennbar. Es gibt weit aufgerissene und brennende Augen, reiche Gesichtsausdrücke, schnelle und ausdrucksstarke Gesten und eine Veränderung der Gesichtsfarbe (Rötung). Die Fähigkeit, in den Zustand Fe einzutreten, ist für jeden erforderlich, der auf der Bühne arbeitet oder mit einem Publikum spricht. Die emotionale Ausdruckskraft eines Schauspielers oder Sprechers ist das Hauptmittel zur Beeinflussung des Publikums.

Die Emotionsethik als Basisfunktion (EIE und ESE)

Das Individuum ist immer im Einklang mit dem ihn umgebenden emotionalen Fluss und reagiert darauf spontan und direkt. Er sucht und schafft Aktivitäten, bei denen die Menschen vollkommen miteinander beschäftigt sind. Der Wert einer Sache hängt davon ab, wie sehr es seine und die Leidenschaft anderer Menschen erregt.

Das Individuum ist sehr aktiv darin, den emotionalen Fluss in eine Richtung zu lenken, die er als Ideal für eine gegebene Situation ansieht. Zum Beispiel kann das Individuum versuchen, Menschen mit Witzen aufzuheitern, wenn sie trübsinnig sind, oder er versucht, Menschen in Krisensituationen zur Konzentration zu bringen, wenn sie zu sorglos sind. Dieses Individuum glaubt, dass Emotionen so ehrlich wie möglich ausgedrückt werden sollten.

Die Emotionsethik als Kreativitätsfunktion (SEI und IEI)

Das Individuum hat ein Feingefühl für die emotionale Atmosphäre seiner Umgebung. Diese kann von einer anderen Person, einer Gruppe, oder sogar von leblosen Objekten wie der Landschaft, sowie dem Zustand seiner physischen Umgebung, oder seiner eigenen emotionalen Verbundenheit mit einem Ort oder den Menschen um ihn herum kommen. Eine positive emotionale Atmosphäre ist essentiell für sein Wohlbefinden und seinen inneren Frieden. Das Individuum wird diese entweder selbst fördern, in dem er einen direkten Einfluss auf seine Umgebung nimmt, oder er wird sich von der Umgebung oder den Menschen trennen, die aus seiner Sicht eine negative emotionale Atmosphäre erzeugen.

Die Emotionsethik als Rollenfunktion (LIE und LSE)

Das Individuum bemüht sich, sich besonders in Gruppensituationen einer vorherrschenden emotionalen Atmosphäre anzupassen. Er versucht, wenn er sich in Gegenwart von Menschen befindet, die er kennt und schätzt, eine positive emotionale Umgebung durch positive oder witzige Bemerkungen zu fördern. Diese Bemühungen sind allerdings zurückhaltend und von kurzer Dauer. Es fällt dem Individuum schwer, Emotionen zu zeigen, die komplexer und intensiver sind als Begeisterung. Er ist im Grunde nicht in der Lage, sich an einer Gruppenatmosphäre zu beteiligen, in der intensive emotionale Ausdrücke wie lautes Lachen und gegenseitige Witze vorherrschen. Das Individuum gibt sich Mühe dabei, nicht die vorherrschende emotionale Atmosphäre zu stören. Allerdings gelingt ihm das nicht, wenn dies mit seinem inneren Gefühlszustand und seinen privaten Gefühlen gegenüber den anderen anwesenden Personen kollidieren würde. Ein typisches Beispiel ist eine Person, die in einer Gruppe, in der gegenseite Nettigkeiten und ungezwungene Konversationen ausgetauscht werden, gelegentlich fehlerhafte Aussagen anderer korrigiert und dies in einer Weise macht, die von anderen als ärgerlich und nervig wahrgenommen wird.

Die Emotionsethik als Verletzbarkeitsfunktion (ILI und SLI)

Das Individuum bemüht sich, niemals emotional „aus den Fugen zu geraten“. Er versucht, in der Öffentlichkeit keine starken Gefühle zu zeigen, da ihm die Darstellung von Leidenschaftlichkeit schwerfällt. Es bringt ihn in Verlegenheit und macht ihn verletzbar für schmerzhafte Kritik. Dadurch macht das Individuum im Allgemeinen den Eindruck, emotional neutral und gleichgültig gegenüber Aufregung und Erregung um ihn herum zu sein. Das Individuum hat eine starke Abneigung gegenüber den Versuchen anderer Menschen, ihn „aufzuheitern“ oder zum „Mitmachen“ zu bewegen, besonders, wenn dies im Zusammenhang von Gruppenaktivitäten mit lauten emotionalen Ausdrücken geschieht.

Die Emotionsethik als Suggestiv-Funktion (LII und LSI)

Das Individuum vertieft sich häufig in ernsthafte Arbeit. Dies führt dazu, dass er sein Bedürfnis nach Spaß und emotionaler Befreiung vernachlässigt. Außerdem fühlt er sich verwundbar, wenn er sich spontan in der Öffentlichkeit ausdrückt. Dadurch können sich schlechte Emotionen und Stress aufbauen, was zu Depressionen und plötzlicher Feindseligkeit führen kann. Er mag es, von Menschen umgeben zu sein, die ihm erlauben, sich frei auszudrücken und die jeden Tag neu und aufregend machen können.

Obwohl er in Gesellschaft von fremden Menschen ein hartes Äußeres präsentiert, ist er in der Umgebung seiner Freunde überhaupt nicht ernsthaft. Sein Verhalten verändert sich radikal – eine ruhige und ernsthafte Person wird plötzlich fröhlich und herzlich.

Die Emotionsethik als Aktivierungsfunktion (ILE und SLE)

Das Individuum sehnt sich nach Situationen, in denen Menschen lachen, Spaß haben, Witze erzählen und sich emotional frei und spontan fühlen. Diese Atmosphäre kann er jedoch in der Regel nicht selbst erzeugen. Er nutzt Hilfsmittel, um Situationen zu schaffen, in denen eine hohe Chance besteht, dass andere die emotionale Initiative ergreifen und eine unterhaltsame und stimulierende Atmosphäre aufbauen. Wenn diese Versuche scheitern, reagiert er darauf mit Bestürzung. Entweder versteckt das Individuum seine Frustration oder er reagiert darauf Verärgerung.

Die Emotionsethik als Kontrollfunktion (ESI und EII)

Das Individuum ist in der Lage, sich in emotionale Gruppensituationen zu integrieren und diese für eine lange Zeit zu unterstützen. In der Regel ist er auch geschickt darin, solch eine Atmosphäre selbst zu fördern. Allerdings sieht er keinen Sinn dies zu tun, wenn sein eigener innerer emotionaler Zustand ihn nicht dazu anregt, besonders, wenn er keine positiven privaten Gefühle für die beteiligten Personen hat. Er ist sich der Notwendigkeit bewusst, eine „höfliche Fassade“ in bestimmten sozialen Situationen zu bewahren, auch in Gegenwart von Menschen, für die er eine Abneigung empfindet. Er wird sich in solchen Fällen aber weigern, sich am aktiven Aufbau einer positiven Atmosphäre zu beteiligen. Seine Abneigung dagegen wächst mit seinen Gefühlen der Nähe zu den anwesenden Personen.

Die Emotionsethik als Standardfunktion (SEE und IEE)

Das Individuum schätzt Situationen, in denen Menschen eine positive emotionale Atmosphäre genießen und er ist sehr gut in der Lage, diese selbst zu erschaffen. Es hat aber keine Priorität für ihn, diese Atmosphäre selbst zu fördern. Er sucht auch nicht aktiv nach Menschen, die solch eine Atmosphäre brauchen. Ein zu hoher Fokus auf solch eine Atmosphäre wird von dem Individuum als übertrieben empfunden.

 

Aspekte in den bevorzugten Funktionen von Dmitry Golihov

Die Emotionsethik (Fe) als Basisfunktion (ESE und EIE)

Diese Person lebt durch manifestierte Beziehungen zwischen Menschen, ihre Emotionen und Gefühle, kann einen positiven Eindruck machen, eine positive Atmosphäre schaffen. Konservativ in seinen Schätzungen, welchen Bezug die Menschen zueinander und auch zu ihm selbst haben, solange sich ihre Einstellung nicht ändert – das kann Irritationen in ihm hervorrufen. Er lehnt kategorisch diejenigen ab, die andere schlecht behandeln oder aus niedrigen Beweggründen handeln – für ihn sind solche Menschen wie ein rotes Tuch für einen Stier. Anhänglich zu denen, deren Sympathien er sich sicher ist. Weiß, wie man Menschen das Gefühl gibt, wertgeschätzt zu werden. Beziehungen werden als etwas permanentes wahrgenommen und wenn eine Person sich verändert hat, wird er es nicht glauben – es ist ein Bereich der Erhaltung für ihn. Das „Gute“ sollte „gut“ und das „Schlechte“ – „schlecht“ sein. Wenn sie anfangen, sich auf gegensätzliche Art zu verhalten, irritiert ihn das. Deshalb möchte er nicht glauben, dass sich die Beziehungen ändern, bis er die Fakten nicht mehr länger leugnen kann, und selbst dann kann er versuchen, jemand anderem die Schuld zu geben. Verschlimmert niemals absichtlich Beziehungen. Mehrere stabile Beziehungen und persönliche Verbindungen bilden die Grundlage seiner Persönlichkeit. Kann keine Zeit alleine verbringen – wenn es niemanden gibt, mit dem er sich identifizieren kann, wenn ihn niemand braucht, dann existiert er nicht. Die Welt um ihn herum sollte gut, freundlich, liebevoll und fürsorglich sein. Manchmal kann er nach einem Platz unter den religiösen Sekten suchen, die das Prinzip „Liebt einander“ predigen. Wenn sie die positive Einstellung anderer nicht erreichen können, ruft das Ärger und Minderwertigkeitskomplexe hervor. Kann ein Fanatiker über solche Dinge wie Verhaltensnormen sein, dass Menschen in bestimmten Situationen einen angemessenen Sinn für die Situation zeigen müssen, Abweichungen davon können störend für ihn sein. Braucht ein Publikum. Jede Situation ist in erster Linie eine Kombination von Beziehungen.

Die Emotionsethik (Fe) als Kreativitätsfunktion (SEI und IEI)

Diese Person nimmt die Gefühle anderer sehr feinfühlig wahr und manipuliert sie, ein erfahrener Psychologe. Er will gemocht werden und sieht darin seinen Zweck. Oft mag er nicht-kommunikative Personen, die in Kontakt gebracht werden müssen, bringt ihnen „Licht“. Er ist ständig in den Prozess der ethischen Schöpfung involviert, kann etwas versprechen, nur um die Beziehungen zu jemandem zu verbessern. Verbringt selten Zeit alleine, denn wo immer Menschen sind, kann er positive Eindrücke machen und „gute Beziehungen“ schaffen. Weiß, wie man für sich selbst werben und die richtige Stimmung in einer Gruppe oder im Gespräch mit jemandem schaffen kann. Liebt es, negative Beziehungen zwischen Menschen zu finden und sie in positive umzuwandeln, um Menschen zusammenzubringen. Wenn es keine Notwendigkeit gibt, etwas an seiner persönlichen Front zu ändern, kann er absichtlich Beziehungen ruinieren, so dass er sie später ausbessern kann, damit er Arbeit für seine kreative Funktion findet. Kann seine Wünsche anderen auferlegen, so dass sie sich um sie kümmern, als wären sie ihre eigenen. Die Wünsche und Verlangen anderer werden oft zu seinem Fokus, da sie ihm ermöglichen, die Beziehungen zu sich selbst zu verbessern. Mag riskante, spontane Beziehungen. Hat ein Überzeugungstalent, ein idealer Verkäufer von Gütern und Dienstleistungen, wenn dies seine Berufung ist. Er ist am besten geeignet, Stimmungen zu erhöhen, Gruppen zusammenzubringen. Seine Neigung zu Intrigen kann ihm aber seine Position kosten, denn die Tatsache, dass er diskret „weiß“ als „schwarz“ durchgehen lassen kann und dabei „unversehrt“ bleibt, wird früher oder später deutlich werden, wenn dies zu oft geschieht.

Die Emotionsethik (Fe) als Aktivierungsfunktion (ILE und SLE)

Für diese Person ist es wichtig, dass jeder positiv auf ihn eingestimmt ist. Er mag keine Zweideutigkeit in dieser Angelegenheit und wird versuchen, die Situation zu klären: „Lass uns das klarstellen – respektierst du mich oder nicht?“ Schon kleine Veränderungen können diese Klärungsversuche bewirken: unterschiedliche Gesichtsausdrücke, Blicke und so weiter. Mit zunehmendem Alter wird er zu einem guten Psychologen, da es ihm erlaubt, sein Selbstwertgefühl zu behalten. Er hat eine feste Haltung zu bestimmten Menschen, dabei ignoriert er die „öffentliche Meinung“. Sehr stolz auf soziale Anerkennung: Ehre, Ruhm, Respekt, Diplome, Insignien usw. Für gute Beziehungen kann er sogar ohne Bezahlung arbeiten. Kann Hilfe aufgrund eines Kameradschaftsgefühls anbieten. Wenn in seiner Umgebung jemand ist, der negative Gefühle gegenüber ihm zeigt, verringert dies sein Selbstwertgefühl. In aktiver Verteidigung wird er versuchen, die gute Haltung dieser Person um jeden Preis zu gewinnen, in der passiven Verteidigung kann er zugeben, dass er sich schlecht benommen hat. Wenn keine positiven Beziehungen bestehen, kann er versuchen, sie um jeden Preis in Ordnung zu bringen, oder er umgeht sie, wenn er erkennt, dass es unmöglich ist, etwas zu ändern. Mag Schmeichelei und ist bereit, jede Meinung zu unterstützen und Kompromisse einzugehen, nur um die positive Einstellung zu ihm zu behalten. Wenn er jemandem nicht zustimmt, kann er sehr diplomatisch reden. In der Kommunikation mit Menschen dieser Soziotypen kann man innere Spannungen spüren, die mit der Angst verbunden sind, negative Reaktionen hervorzurufen. Oft denken sie zehnmal nach, bevor sie etwas sagen, als ob es eine wichtige Aufgabe wäre. Klettern oft die Karriereleiter hoch, aufgrund ihrer Fähigkeit, Rücksicht auf andere zu nehmen.

Die Emotionsethik (Fe) als Suggestiv-Funktion (LII und LSI)

Versucht, einen Ort zu finden, an dem er von allen gut behandelt wird. Wenn jemand negative Gefühle ihm gegenüber zum Ausdruck bringt (z.B. bei einem häuslichen Kampf sagt seine Frau: „Ich hasse dich“), dann nimmt er dies wörtlich und versucht sofort, dort herauszukommen und einen anderen Ort zu finden, an dem er besser behandelt wird. Daher finden sie es extrem schwierig, an Orten zu sein, wo sie nicht wissen, wie andere Menschen zu ihnen stehen. Die Erscheinung eines Menschen, der sie bereitwillig begrüßt, wird als „die Erscheinung Christi für die Menschen“ wahrgenommen. Sehr beeinflussbar, wenn jemand ihm erzählt, welche Beziehungen zwischen Menschen bestehen. Er mag positive Emotionen von anderen Menschen. Für ihn ist es, als ob er von ihnen aufgeladen wird. Bewegt sich in die Richtung der vorherrschenden positiven Emotionen und vermeidet Orte mit negativer emotionaler Ladung. Er mag Intrigen und Klatsch nicht, fühlt sich in solchen Situationen unbehaglich, da er hier leicht zum Opfer wird und benachteiligt werden kann. Deshalb ist er kritisch und misstrauisch gegenüber denen, die nicht direkt in der Kommunikation sind, die privat und nicht offen sprechen. Beziehungen zwischen Menschen sollten immer offen, ehrlich und freundlich sein. Was über die Beziehungen gesagt wird, sollte mit den eigenen Handlungen übereinstimmen, und wenn nicht – dann stimmt etwas nicht. Wenn du sagst, dass du jemanden liebst, sollte es auch in Aktion gezeigt werden und wenn deine Worte nicht sichtbar sind – dann sind sie nicht wahr. Verdächtigt andere, dass sie ihre Haltung zu ihm ändern, vermutet eine Art Verschwörung. Selbst, wenn der Verdacht auf einer Kleinigkeit basiert, versucht er entweder sofort, die Beziehung zu einer Person abzubrechen oder sie aus seinem inneren Kreis auszuschließen, um den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund kann er als Überläufer gelten – wenn er Leute findet, die ihn besser behandeln, kann er sich mit ihnen verbünden. Es ist ein substanzielles Argument für ihn, um die Seite zu wechseln. Kann der Speichelleckerei zum Opfer fallen.