Die Beziehungsethik, Fi

Symbol: Fi

– die Fähigkeit, Sympathien und Antipathien in anderen Menschen zu sehen. Tiefe persönliche Überzeugung, die moralische Beständigkeit und Entschlossenheit erzeugen kann. Authentizität. Analyse persönlicher Gefühle und Haltungen. Sympathie, Mitleid, Mitgefühl, Unterstützung und Verurteilung.

Beschreibung aus „Die duale Natur des Menschen“ von Aušra Augustinavičiūtė

Dies ist die subjektive Beziehung zwischen zwei Trägern von potentieller oder kinetischer Energie, die den Grad der Anziehung (oder Abstoßung) zwischen einem Objekt oder Subjekt und einem anderen Objekt oder Subjekt anzeigt. Dank diesem Element fühlt das Individuum, welche Objekte ihn anziehen und welche ihn abstoßen. Man könnte sagen, dass dieses Wahrnehmungs-Element Informationen über die Bedürfnisse oder das Fehlen von Bedürfnissen von Objekten zueinander und die Präsenz oder Abwesenheit von gegenseitigen oder einseitigen Bedürfnissen übermittelt.

Solch ein Individuum nimmt Informationen über die Wünsche und Verlangen anderer Menschen und deren Interesse an lebhaften und leblosen Objekten wahr. Dies beinhaltet Gefühle über Zuneigungen und Abneigungen, Liebe und Hass, das Verlangen, einen Gegenstand oder ein Objekt zu erlangen etc., sowie Gier und die Abwesenheit von Gier. Höhere Gefühle dieser Art kann man als ethisch bezeichnen, da die Beziehungen zwischen den Bedürfnissen der Menschen hauptsächlich durch ethische Normen geregelt werden.

Wenn dieses Wahrnehmungs-Element in der führenden Position ist, besitzt das Individuum die angeborene Fähigkeit, seine eigenen und die Wünsche und Verlangen anderer Personen wahrzunehmen und zu bewerten. Dieses Individuum weiß immer, wer etwas von wem will. Er ist in der Lage, seine Wahrnehmung der subjektiven Realität und seine Wünsche in Opposition zu anderen Menschen zu stellen. Das Individuum ist in der Lage, seine eigenen und die Wünsche anderer zu formen und zu perfektionieren. Er besitzt sowohl die Fähigkeit, sich mit den notwendigen Beziehungen zu anderen zu versorgen, als auch das Vertrauen in seine Fähigkeit, andere Menschen zu beeinflussen. Seine korrekte Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer Menschen erlaubt es ihm, riskante Zusammenstöße bei der Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse zu vermeiden. Dies erzeugt die Fähigkeit und das Verlangen, die ethischen Gefühle anderer Menschen zu beeinflussen und sie näher an gesellschaftliche Ideale zu bringen.

Wikisocion-Beschreibung

Fi ist im Allgemeinen mit der Fähigkeit verbunden, ein implizites Gefühl für die subjektive ‚Distanz‘ zwischen zwei Menschen erlangen zu können und in der Lage zu sein, aus diesen Gefühlen Urteile zu ziehen.

Soziotypen, die Fi schätzen, streben danach, enge persönliche Beziehungen zu ihren Freunden und ihrer Familie zu pflegen. Sie schätzen Feingefühl gegenüber den Gefühlen anderer Menschen und sie werden gelegentlich ihre innersten Gefühle und Ansichten zeigen, um die Möglichkeit zu testen, ob sie mit anderen Personen eine Verbundenheit aufbauen können.

Diese Soziotypen vermitteln ihre Emotionen im Bezug auf ihre persönliche Betroffenheit (wie: „Ich mag das nicht/das gefällt mir nicht). Der Gegenpart sind Soziotypen, die Fe schätzen. Sie beschreiben Objekte direkt, ohne die beteiligten Subjekte in Betracht zu ziehen (wie: das nervt!). Viele der Entscheidungen von Fi-Nutzern richten sich danach, wie sie sich selbst fühlen. Sie ziehen eher nicht „das große Ganze“ (bspw. eine Gruppe von Menschen) in Betracht.

Funktionszustand Fi, von Viktor Gulenko

Der intellektuelle und kommunikative Aspekt von Fi manifestiert sich in verschleierten, verborgenen Einschätzungen. Diese Person hat Angst, sich eingestehen zu müssen, dass sie ein Objekt einem anderen vorzieht. In diesem Zustand wird, in logischer Hinsicht, zwischen zwei völlig gleichwertigen Optionen gewählt. Es gibt noch eine weitere Strategie des Fi-Denkens: eine bewusste Wahl des Gegenteils dessen, was wir wirklich wollen. Daher sind Fi-Urteile rational, aber absolut unlogisch. Sie haben ihre eigene Ursache, auch wenn sie verborgen sind.
Auf sozialer Ebene kann eine Person im Zustand Fi die informelle Rolle des Harmonisierers im Team spielen. Seine Handlungen zielen darauf ab, ein warmes und freundliches psychologisches Klima aufrechtzuerhalten, spitze Winkel auszugleichen und Menschen zu versöhnen. Eine Person, die eine Fi-Rolle ausübt, tritt nicht als Richter oder Konfliktlöser von Gegensätzen auf, sondern als Vermittler. Er kann Menschen beruhigen und emotionale Spannungen abbauen. Persönliche Verpflichtungen verschwinden in diesem Fall natürlich nicht, sondern werden sorgfältig versteckt. Psychologisch wird der Zustand von Fi als innere Anziehungskraft und tiefe Zuneigung auf jemanden oder etwas empfunden. Es ist interessant, dass dieser Zustand nicht emotional ist. Es ist kein Ausdruck darin vorhanden, aber es besteht eine langfristige Abhängigkeit von der moralischen und ethischen Natur. Der Zustand von Fi ist eine Garantie für Loyalität in einer Beziehung. Es ist wie der Pfeil eines Kompasses, der bei jedem Versuch, seinen Körper zu drehen, in seine ursprüngliche nördliche Richtung zurückkehrt. Dank Fi nehmen wir Menschen, Orte und Zeiten als unsere eigenen oder fremden wahr.
Physikalisch ist der Zustand Fi sehr schwer genau zu identifizieren, da in ihm die wahre Beziehung entweder aus Gründen der Gleichgültigkeit oder aus Gründen des Gegenteils verborgen ist. Es kann durch subtile Abweichungen und geringfügige Störungen in der normalen Kommunikation erkannt werden. Seine Stimme zittert leicht, sein Teint verändert sich, seine Augenlider flattern und nehmen ihre übliche Position ein: all dies sind zuverlässige Zeichen von Fi. Indirekt manifestierte Sympathien – Antipathien, Anziehung zu oder Abstoßung von einer Person, begleitet von einer leichten inneren Erregung – weisen physisch darauf hin, dass Sie den Zustand von Fi beobachten.

Die Beziehungsethik als Basisfunktion (EII und ESI)

Das Individuum sieht die Realität hauptsächlich durch statische persönliche Ethik und stabile zwischenmenschliche Bindungen zwischen Individuen, einschließlich sich selbst. Der Status der zwischenmenschlichen Bindungen wird durch seine persönliche Ethik bestimmt. Das Individuum ist sehr überzeugt von seinen Beurteilungen der ethischen und moralischen Qualitäten anderer Menschen. Dadurch kann das Individuum von anderen Menschen als „urteilend“ und „selbstgerecht“ wahrgenommen werden. Wenn das Individuum Schwierigkeiten hat, den Status einer persönlichen Beziehung zu bestimmen, wird er Maßnahmen ergreifen, um zu einer Schlussfolgerung zu kommen. Wenn sich die Person dem entzieht, wird das Individuum die Beziehung als ’nicht der Mühe wert‘ ansehen. Sein eigenes Gefühl der Beständigkeit in seiner persönlichen Ethik und seinen persönlichen Beziehungen mit anderen ist ein starker Faktor in seinem Selbstwertgefühl.

Fi als Basisfunktion gibt dem Individuum die Fähigkeit, fast sofort zu erkennen, ob jemand ein Freund oder ein Feind ist, ob jemand Freundlichkeit oder Feindseligkeit demonstriert und ob sich jemand zu dem Individuum hingezogen fühlt, oder eine Abneigung für ihn empfindet.

Die Beziehungsethik als Kreativitätsfunktion (IEE und SEE)

Das Individuum ist geschickt darin, persönliche Bindungen zwischen den Menschen wahrzunehmen, aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Allerdings werden diese persönlichen Bindungen nicht als statisch, sondern als situativ und flexibel wahrgenommen. Das Individuum hat die Neigung, sich auf den Aufbau von persönlichen Bindungen zu fokussieren, die im Kontext mit der Realisierung oder Verfolgung der Wahrnehmung seiner Basisfunktion stehen.

Das Individuum schafft leicht ein Gemeinschaftsgefühl und ein Gefühl von Nähe zwischen Menschen, in dem er Zuneigungen und Akzeptanz ausdrückt. Diese Empfindungen sind aber situativ und eher kein Ausdruck von permanenten Gefühlen. Wenn sich seine Stimmung oder äußere Situation verändert, kann das Individuum diese Gefühle sofort „ausschalten“ und sogar vergessen, mit wem er das Gemeinschaftsgefühl aufgebaut hat.

Die Beziehungsethik als Rollenfunktion (LII und LSI)

Das Individuum erkennt die Existenz und Wichtigkeit von persönlichen Beziehungen, daher ist er in der Regel vorsichtig bei der ersten Interaktion mit anderen Personen, um niemanden zu verletzen oder zu beleidigen. Um dieses Risiko zu minimieren, hält er sich etwas vereinfacht an die gesellschaftlichen Konventionen (z. B. politische Korrektheit). Wenn er damit allerdings zu weit geht, erzeugt dies Stress in ihm, da es seine natürliche Neigung der Strukturlogik unterdrückt, die immer seine exakten Gedanken zu einem Thema oder einer Situation sagen will, mit der Erwartung, dass andere Menschen ihn für seine Offenheit schätzen werden, ohne ihn als unempfindlich zu beschuldigen. Diese Vorsicht verschwindet allmählich, nachdem er Menschen besser kennengelernt hat.

Das Individuum bevorzugt es, Beziehungen indirekt auf Basis von offenen Konversationen und gemeinsamen Aktivitäten aufzubauen. Seine innersten Gefühle offenbart er nur Menschen, die er schon für eine lange Zeit kennt. Er kann verwirrt oder misstrauisch werden, wenn diese von anderen Menschen direkt angesprochen werden.

Die Beziehungsethik als Verletzbarkeitsfunktion (ILE und SLE)

Das Individuum achtet normalerweise nicht auf die Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen. Er ist entweder übermäßig misstrauisch oder stellt sehr viele Vermutungen über seine Beziehungen zu anderen Menschen auf. Für das Individuum hat es mehr Bedeutung, dass seine Beziehungen einen objektiven, gemeinsamen Nutzen haben. Eine Beziehung wird nicht an und für sich selbst als bereichernd angesehen, sondern gegenseitige Unterhaltung und die Erreichung von gemeinsamen Zielen stehen im Hauptfokus. Das Individuum erwartet nicht, dass andere Menschen sich Sorgen über seine persönlichen Gefühle machen. Außerdem sieht er wenig Gründe, sich Gedanken über die Gefühle anderer zu machen, es sei denn, sie haben direkte Konsequenzen für das Individuum. Aussagen anderer Personen, die ihre inneren Gefühle reflektieren, werden von dem Individuum nicht vollständig registriert, wenn diese nicht von äußeren emotionalen Ausdrücken oder Handlungen begleitet werden. Vorwürfe oder Hinweise, dass das Individuum unethisch aus der Sicht einer anderer Person gehandelt hat, werden von dem Individuum mit Verblüffung aufgenommen, wenn diese Person nicht offen seine Missbilligung ausgedrückt hat. Wenn ihm solche Hinweise oder Vorwürfe in einer taktlosen Form übermittelt werden, reagiert das Individuum entweder aggressiv oder er kennt sie gar nicht erst an.

Ausdrücke von tiefen persönlichen Gefühlen, egal ob sie von ihm selbst oder von einer anderen Person kommen, sind unangenehm für das Individuum. Er sieht es nicht als sein „Recht“ an, andere Menschen mit seinen wahren Emotionen zu belasten. Dies liegt daran, dass das Individuum weiß, wie unangenehm ihm die Gefühle anderer Menschen sind (selbst, wenn sie positiv und authentisch sind) und wie unbeholfen er beim Ausdruck seiner eigenen Gefühle ist.

Die Beziehungsethik als Suggestiv-Funktion (LIE und LSE)

Das Individuum sehnt sich nach engen persönlichen Beziehungen, in denen persönliche und private Erfahrungen leicht in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens geteilt werden können. Diese Atmosphäre sollte durch geteilte Ansichten und gemeinsame ethische Überzeugungen getragen werden und daher den Austausch von äußeren Emotionsausdrücken unnötig machen. Das Individuum neigt dazu, den ersten Schritt zu machen, allerdings hat er nicht genug Selbstvertrauen in seine Fähigkeit, die Existenz oder den Status einer solchen Beziehung korrekt zu beurteilen.  Er fühlt sich daher zu Personen hingezogen, die klare und eindeutige Beziehungen mit anderen Menschen schätzen und sich an einen klaren Satz von ethischen Prinzipien halten. Dies gibt diesen Personen Glaubwürdigkeit in den Augen des Individuums und er wird solchen Menschen sein Vertrauen schenken.

Das Individuum hat die Tendenz, nicht zu berücksichtigen, ob eine Person ein Freund oder ein Feind ist und einen guten Willen oder Feindseligkeit zeigt. Stattdessen handelt das Individuum von Anfang an so, als ob die Person ein Freund oder ein Feind ist, je nachdem, was das Individuum von der Vergangenheit dieser Person weiß. Dies macht es möglich, einen Freund für einen Feind zu halten und umgekehrt. Erst allmählich erkennt das Individuum, welche Gefühle andere für ihn haben. Allerdings werden immer noch Zweifel bestehen bleiben, außer andere Menschen drücken ihre Gefühle verbal und eindeutig aus oder sie verhalten sich für eine längere Zeit in einer eindeutigen Weise. Man kann das Individuum sehr schnell über den Status einer persönlichen Beziehung verunsichern. Er braucht eine ständige Bestätigung, dass sich die Gefühle einer anderen Person nicht verändert haben. Dem Individuum ist es unangenehm, seine persönlichen Gefühle für andere Menschen auszudrücken („ich finde dich interessant“ oder „ich mag dich wirklich sehr“). Allerdings gefallen ihm solche Aussagen anderer Menschen sehr. Er behandelt sie wie eine unerwartete Freude. Das Individuum fokussiert sich stattdessen darauf, ob das Verhalten einer anderen Person sinnvoll ist oder nicht.

Die Beziehungsethik als Aktivierungsfunktion (ILI und SLI)

Das Individuum sehnt sich nach stabilen persönlichen Beziehungen zu anderen Menschen. Er wünscht sich gegenseitiges Vertrauen und Verständnis in diesen Beziehungen und dass man tiefere und private Gefühle und Erfahrungen leicht austauschen kann. Dem Individuum fehlt jedoch die Initiative, um solche Beziehungen aufzubauen. Er erwartet, dass andere solche Gesten in diesem Bereich machen und er bewundert diejenigen, die dies tun. Im Kontext der Emotionsethik (Fe) als Verletzbarkeitsfunktion sollte man hier betonen, dass das Individuum besonders emotionale Verbindungen schätzt, in denen Gefühle zwischen Partnern unausgesprochen bleiben und einfach „verstanden“ werden.

Die Beziehungsethik als Kontrollfunktion (ESE und EIE)

Dies manifestiert sich als Skepsis über den Status einer tieferen persönlichen Bindung in einer Beziehung zwischen zwei Individuen, wenn es keine Anzeichen für äußere emotionale Ausdrucksformen gibt, die diesen Status widerspiegeln sollten. Zum Beispiel wird das Individuum dazu neigen, die Beziehung eines Paares als „lieblos“ und „lauwarm“ anzusehen, wenn diese keine offensichtlichen Demonstrationen von gegenseitiger Zuneigung zeigen und das Paar eher gedämpft in ihren Emotionen in Anwesenheit anderer Menschen bleibt.

Das Individuum versteht Diskussionen über die eigenen inneren Gefühle gegenüber einer anderen Personen, allerdings findet er dies nicht so interessant und relevant wie den Fokus auf den eigenen emotionalen Zustand in der gleichen Situation.

Die Beziehungsethik als Standardfunktion (SEI und IEI)

Das Individuum ist sehr geschickt darin, die Interaktionen in den persönlichen Beziehungen zwischen zwei Individuen zu verstehen, auch in Abwesenheit von offensichtlichen äußeren emotionalen Ausdrücken. Er neigt allerdings dazu, dies als unwichtiger und uninteressanter als die breiteren emotionalen Interaktionen im Kontext einer größeren Gruppe anzusehen. Außerdem werden diese persönlichen Bindungen nicht als statisch, sondern als situativ und dynamisch wahrgenommen.

Aspekte in den bevorzugten Funktionen von Dmitry Golihov

Die Beziehungsethik (Fi) als Basisfunktion (EII und ESI)

Dieser Mensch ist sehr hartnäckig in seinen Zuneigungen und konservativ in seinen Gefühlen und Einstellungen gegenüber einem anderen, bleibt den Gefühlen treu, die er entwickelt. Wenn jemand mit seiner Einschätzung nicht einverstanden ist, irritiert es ihn sehr. Jemand, der ihn einmal betrogen hat, wird er immer für einen Lügner halten, auch wenn sich die Person verändert. Aus diesem Grund wird er von Zeit zu Zeit als Moralist angesehen, da diese Gefühle und Beurteilungen der Hauptteil seines Lebens sind. Das Produkt der Basisfunktion wird oft nicht nach außen gezeigt, sondern in seinem Inneren gehalten. Daher geschieht es meistens dann, wenn ihn etwas in seinen Werten verärgert. Das Negative wird oft deutlicher gesehen als das Positive. So kann er an solchen falschen Eindrücken festhalten. Der Versuch, ihre Einschätzungen in Frage zu stellen, ist nutzlos, für sie ist etwas einfach „gut“ und etwas ist einfach „schlecht“ und sie werden nicht in der Lage sein, klar zu erklären, warum dies so ist, abgesehen von einigen allgemeinen Aussagen. Versucht sich in der Nähe derjenigen aufzuhalten, mit denen einmal eine positive Beziehung aufgebaut wurde. Ihre Aufteilung in „gut“ und „schlecht“ ist sehr klar. Die „guten“ Menschen werden gemocht und die „schlechten“ Menschen werden verachtet; oft ist dies verborgen, aber wenn eine Person eine starke negative Reaktion hervorruft, können sie diese offen äußern. Wenn nicht genügend Menschen um ihn herum sind, die er schätzt, kann dies in ihm Aggression auslösen, denn das bedeutet, dass er nicht existiert. Er ist sehr sensibel für solche Begriffe wie Pflicht, Ehre, Würde, Moral, das heißt – für seine eigene Wahrnehmung dieser Konzepte. Für ihn sind seine eigenen Gefühle, Emotionen, Einstellungen wichtig, nicht äußere, öffentliche, denen er keine Bedeutung beimessen kann. Er ändert selten seine Einstellung gegenüber jemandem, besonders von einer niedrigen Einschätzung zu einer höheren. Er hat ein großes Angebot an verschiedenen Emotionen und ihren verschiedenen Nuancen. Er ist sehr empfindlich gegenüber anderen Menschen, die von seinem eigenen Moralkodex abweichen – es ist, als ob er sie ständig in dieser Hinsicht kontrolliert und sich um sie kümmert. Seine positiven Gefühle sollten durch Verhaltensweisen bestätigt werden, die mit seinen Erwartungen übereinstimmen, was „gut“ und „schlecht“ ist. In der Gesellschaft werden sie manchmal missverstanden, da ihre Ethik persönlich, subjektiv ist und daher erheblich von dem abweichen kann, was als Norm akzeptiert wird. Er ist aber tief verwurzelt in dieser subjektiven Wahrnehmung, daher ist sein einziger Ausweg, diejenigen zu finden, die ihm zustimmen und ihn dafür akzeptieren.

Die Beziehungsethik (Fi) als Kreativitätsfunktion (IEE und SEE)

Er vermittelt seinen Mitmenschen häufig seine Einstellung ihnen gegenüber. Benutzt seine eigene Einstellung gegenüber jemandem, um ihn zu manipulieren. Ziel ist es, alles, was ihn umgibt, zu beurteilen, was „gut“ und was „schlecht“ ist. Manchmal kann er mehrmals am Tag seine Sympathien und Antipathien ändern, sehr amourös und unbeständig in dieser Hinsicht. Sucht nach einem Ort, wo andere sich für seine Ansichten zu irgendeinem Thema interessieren. So kann er seine Berufung als künstlerischer Leiter finden, denn in diesem Bereich wird sein Urteilsvermögen oft akzeptiert und geschätzt. Als Manager oder Leiter bleibt sein Ansatz derselbe, jedoch wird die Akzeptanz seines Urteils hier geringer sein. Er selbst bezeichnet seine Bewertungen als „in Arbeit“, etwas schlichtes, Alltägliches: zuerst lobt er jemanden, dann schimpft er über sie, dann lobt er sie wieder. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, erscheint er unzureichend, so dient ihm das oft als Anreiz, eine solche Position zu erreichen und still seine Produkte zu „verkaufen“, für die es in der Gesellschaft wenig Nachfrage gibt. Normalerweise überhaupt keine, denn niemand mag diejenigen, die gegenüber jedem kritisch sind. Er wird häufig als jemand wahrgenommen, der mit „seiner eigenen Charta in einem fremden Land“ angekommen ist. Er fängt sofort an, alles zu sehen und zu bewerten: „Das ist gut, aber das ist schlecht“ „Ich mag das, aber nicht das“. Er interessiert sich für Konfliktsituationen und kann sie sogar provozieren, da er dann einen Job haben wird: zu beurteilen. Diese Leute gewinnen oft die Sympathien anderer, indem sie an ihren Problemen teilnehmen: Sie sind an ihnen interessiert, können sich an eine andere Person anpassen, um besser in Kontakt zu treten. Deshalb sind sie oft gute Politiker. Ihr Vorteil ist die Fähigkeit, auf Verlangen der Wähler zu spielen, zu wissen, was sie wollen. Ihre Beziehungen sind selten zuverlässig – „heute mag ich dich, morgen bist du nicht in meiner Gunst und einen Tag später mag ich dich wieder“. Sogar ihr Hass kann sich eines Tages leicht in Liebe verwandeln. Für sie sind Gefühle wie ein interessantes Spiel. Sie wissen den Preis für alles, können gute Bewerter und Verkoster sein. Selten verlassen sie ein Mitglied des anderen Geschlechts ohne ihre Beurteilung. Ihre Einschätzungen können manchmal moralisierend klingen, aber ihre Beurteilungen haben keine Konsistenz. Manchmal erfordert die Situation, dass sie ihre Bewertung den „Meinungen anderer“ anpassen. In solchen Fällen können sie es in eine akzeptablere Formulierung bringen, zum Beispiel „es heißt, dass …“. Wenn Sie versuchen, zu spezifizieren, wer das sagt, stellt sich heraus, dass er lediglich den Satz über die öffentliche Meinung verwendet hat, um seine eigene Meinung schlau zu verbergen.

Die Beziehungsethik (Fi) als Aktivierungsfunktion (ILI und SLI)

Es ist wichtig für ihn, sich mit anderen um ihn herum zu identifizieren, sich gut für sie zu fühlen, jemanden zu schätzen und zu lieben. Wenn sie jemanden nicht mögen, senkt es auch ihr Selbstwertgefühl. „Ich bin schlecht, wenn ich niemanden liebe.“ Sie haben zwei Wege aus der Situation, beide wie ein Buddhist – entweder sich eingestehen, dass die Welt nicht perfekt ist und sie für das, was sie ist, lieben, oder sich eine perfekte Welt und perfekte Menschen vorstellen und diese lieben, aber im wirklichen Leben ohne starke Gefühle weitermachen. Alle anderen Optionen beinhalten Probleme des Selbstwertgefühls, da er im Fall der Idealisierung der von ihm nahestehenden Menschen früher oder später mit ihren Mängeln umgehen muss. De-Idealisierung bedeutet sehr negative Gefühle und einen Rückgang seines Selbstwertgefühls. Sie müssen Möglichkeiten haben, ihre persönlichen Einstellungen und Urteile auszudrücken, über das, was sie lieben, was sie tun, zu sprechen. Idealisierung der umgebenden Welt ist ihr Hauptproblem. Es ist wichtig, dass sie die Erlaubnis haben, ihre Haltung offen auszudrücken. Deshalb wählen sie oft ein Umfeld, in dem sie gut aufgenommen werden und haben dann nur mit diesem Kontakt, weil sie hier mit Sicherheit ihre Gedanken offenbaren können. Er sagt gerne die Wahrheit und hofft, dass sie angemessen wahrgenommen wird, auch wenn sie verletzend ist. Er wird sagen „aber ich war ehrlich“. Versucht sich vor jeder Einmischung in seine inneren Gefühle zu schützen. Oft kannst du von ihm hören: „Schau nicht in meine Seele.“ Im Allgemeinen halten sie lieber Abstand zu Objekten, die sie verehren, da es so leichter ist, nicht enttäuscht zu werden. Idealerweise sollte er die Möglichkeit haben, regelmäßig Zeit für sich selbst zu verbringen. Kann seine Liebe auch in Tiere oder sogar in irgendeine mystische Entität investieren; Auf diese Weise ist es einfacher, sein Selbstwertgefühl zu bewahren. In einer langfristigen Beziehung mit jemandem wird er früher oder später zum Moralisten, da dies ein guter Weg ist, jemanden dazu zu zwingen, sich seinen Idealen anzupassen. In der passiven Selbstverteidigung wird er sagen, dass alle Menschen um ihn herum Bastarde sind.

Die Beziehungsethik (Fi) als Suggestiv-Funktion (LIE und LSE)

Diese Soziotypen streben danach, sich in einer Umgebung wiederzufinden, in der sie alles und jeden mögen. Wenn sie etwas oder jemanden nicht mögen – ist das ein Grund, ihre Umgebung zu ändern. Sehr empfänglich, wenn ihm gesagt wird, wie eine andere Person behandelt werden sollte. Wenn er nicht weiß, wie man jemanden behandelt, fühlt er sich unwohl – braucht diejenigen, die ihm das erklären können. Sucht nach einem Ort, an dem er seine Einschätzungen und Einstellungen mitteilen darf. Wenn das erlaubt ist – ist der Ort willkommend für ihn. In dieser Hinsicht ist er sehr misstrauisch und versucht oft, sich auf objektive Daten zu verlassen. Sehr beeinflussbar durch die Einschätzungen derer, die ihm nahe stehen und dadurch kann er ausgenutzt werden. Wenn er sich an einem neuen Ort befindet, wird er versuchen, wenn er eine solche Person dort hat, auf seine Bewertungen zu hören und sie dann als seine eigenen annehmen. Der beste Ort für ihn ist, wo er einen Kreis enger und vertrauter Freunde hat. Er mag Situationen, in denen er weiß oder genau einschätzen kann, wie alles behandelt und bewertet werden soll: „Das ist weiß und das ist schwarz.“ Wenn ihm diese Klarheit fehlt, kann er sich unwohl fühlen. Es ist sehr schmerzhaft für ihn, sich von seinem Freundeskreis oder dem Team, in dem er gearbeitet hat, zu trennen – die Erinnerungen werden ihn in Nostalgie versetzen. Es tut ihm sehr weh, einen Freund, einen Kameraden, einen Kollegen, den er schon lange kennt, zu verlieren. Gleiches gilt für sein persönliches Leben. Manchmal kann er absichtlich einen Skandal provozieren und ihn dazu benutzen, um seine Einstellung gegenüber jemandem oder etwas zum Ausdruck zu bringen, da eine andere Methode der Überlieferung die Zustimmung der Gruppe oder des Kollektivs erfordert, aber auf diese Weise kann er seine Einschätzung frei äußern und dann zu seinen realen Bewertungen übergehen, über die er jetzt sicher sprechen kann. Wenn er Gefühle für jemanden hat, kann er alles ignorieren, da er sehr beeinflussbar durch die Liebe ist – sie macht ihn blind. Es ist ein Gefühl, das ihn entgegen aller Vernunft wärmt. Im Allgemeinen führt die Position dieser Funktion unter solchen Umständen zu einer sehr gefährlichen Situation, weil eine solche Person leicht auf irgendwelche Gefühle für irgendjemanden „programmiert“ werden kann (Opfer der Speichelleckerei wird). Dann kann man ihn einfach dazu bringen, etwas zu unternehmen und es ist sogar keine Hypnose notwendig – er wird handeln und glauben, dass es aus seinen besten Absichten geschieht.